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Ort · Gebirgspass der Totenwinde

Karazhan

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Karazhan ist der unheilvolle, abgelegene Turm am südlichen Ende des Gebirgspasses der Totenwinde. Einst das Sanktum von Medivh, dem Letzten Wächter von Tirisfal, thront die Zitadelle über einem mächtigen Schnittpunkt von Ley-Linien, der Zeit, Raum und die Realität um ihn herum krümmt. Obwohl Medivh während des Ersten Krieges erschlagen wurde, summt die verlassene Festung noch immer vor unbeständiger arkaner Energie, ruhelosen Geistern und verborgenen Gefahren.

Die Turmspitze des Wächters

Lange vor dem Ersten Krieg wurde der Turm von Karazhan auf einem Boden errichtet, der wie ein menschlicher Schädel geformt war, gelegen an einem gewaltigen Knotenpunkt mystischer Ley-Linien. Er diente dem Wächter Medivh als abgeschiedene Zuflucht und Hort ungezählter magischer Geheimnisse. In seinen geschwungenen Hallen lebte Medivh an der Seite seines treuen Kastellans Moroes, bewirtete adelige Gäste und beherbergte ein immenses Archiv arkaner Texte und Relikte, das selbst die Bibliotheken der Kirin Tor in den Schatten stellte. Doch der Turm war auch der Schauplatz für Azeroths größten Verrat, als Medivh der dämonischen Besessenheit durch Sargeras anheimfiel und heimlich die Öffnung des Dunklen Portals inszenierte.

Eine heimgesuchte Schwelle

Nach Medivhs Tod durch die Hände von Anduin Lothar und seinem Lehrling Khadgar versiegelte Karazhan seine Tore und wurde dem Verfall überlassen. Der Turm hat jedoch nie wirklich geruht. Seine Kreuzung mächtiger Ley-Linien krümmt weiterhin das Gefüge der Realität und wirft geisterhafte Echos, Illusionen und zeitliche Verzerrungen über den Gebirgspass der Totenwinde. Es halten sich hartnäckig Gerüchte, dass sich im Inneren der stillen Festung erneut eine finstere Präsenz regt, und seltsame Wesenheiten – darunter die schattenhaften Dunklen Reiter, die die umliegenden Ländereien nach vergessenen Relikten durchkämmen – werden unaufhaltsam von seiner hoch aufragenden Silhouette angezogen.

Quellen

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